Geschichte

Musikschule Waldviertler Kernland

Neue gesetzliche Vorgaben des Landes NÖ veranlassen die Zusammenlegung der Musikschulen Martinsberg und Ottenschlag.

Mit 1. Jänner 2026 ist die Zusammenlegung unter dem neuen Namen „Musikschule Waldviertler Kernland“ beschlossen und ab September 2026 beginnt die gemeinsame operative Arbeit. 

Obmann: Bgm. Friedrich Fürst
Obmann Stellvertreter: Bgm. Paul Kirchberger
Musikschulleiterin: Martha Lodi-Hobel

Dem neuen Verband gehören 11 Gemeinden an:

Albrechtsberg, Bad Traunstein, Grafenschlag, Gutenbrunn, Kirchschlag, Kottes-Purk, Martinsberg, Ottenschlag, Sallingberg, Schönbach, Weinzierl am Walde

Die Musikschule Waldviertler Kernland ist ein Ort, an dem Musik lebendig wird.
Mit Leidenschaft, Erfahrung und Freude begleiten unsere engagierten Lehrkräfte Menschen jeden Alters auf ihrem musikalischen Weg.

Historie Musikschulverband Ottenschlag

 Anfänge:

Nach Kriegsende war eine große Lücke im kulturellen Leben. Der Nachholbedarf war groß. Als in den fünfziger Jahren das NÖ Musikschulwerk errichtet wurde, dessen Begründer der Domorganist Prof. Walter Hoffmann war, kam das NÖ Musikschulwesen erst richtig in Bewegung.

So entstand auch in Zwettl eine Musikschule unter der Leitung von Prof. Hilde Wacha. Mit ihrem Gatten Prof. Benno Ploner begann der Aufbau dieser Schule.

Es war 1959, als eines Tages Frau Prof. Wacha und der damalige Bezirkshauptmann Hofrat Karl Müller auf dem Gemeindeamt in Ottenschlag erschienen und mit Lehrer Paul Lenauer ein Gespräch suchten. Es ging um die Errichtung einer Musikschule in Ottenschlag, die zunächst eine Filiale der Musikschule Zwettl war.

So geschah es dann auch, und mit Beginn des Schuljahres 1959/1960 gab es nun auch in Ottenschlag eine Musikschule.

Wie in Zwettl, gab es auch in Ottenschlag das große Problem Lehrpersonal zu finden. Für die ersten zwei Jahre des Musikschulbetriebes stellten sich Frau Prof. Wacha und Prof. Ploner zur Verfügung. Da die beiden kein Auto hatten, mussten sie wöchentlich von Zwettl abgeholt und wieder zurückgebracht werden. Dieser Dienst wurde durch die Elternschaft unentgeltlich abgewickelt.

Im Jahr 1968 machte sich die Musikschule Ottenschlag selbstständig. Die Leitung übernahm der bislang provisorische Leiter, Hauptschullehrer Paul Lenauer. Der Gymnasiast Reinhard Hörth, besuchte im Anschluss an die Pflichtschule das Musisch-Pädagogische Realgymnasium in Krems, wo seine musikalische Begabung schon augenscheinlich wurde. 

Paul Lenauer gelang es den Junglehrer Reinhard Hörth an die Musikschule Ottenschlag zu bringen. Mit ihm erfuhr die Musikschule eine bemerkenswerte Bereicherung.

Im Jahr 1991 übergab der bisherige Leiter, Hauptschuldirektor BGM. Paul Lenauer die Geschäfte der Musikschule an seinen jüngeren Kollegen, wobei zuvor die Gründung eines gemeindeübergreifenden Musikschulverbandes angestrebt wurde. 

Im Schuljahr 1992/1993 war es dann so weit und mit dem 1. Jänner 1993 wurde die Verbandsbildung mit den Gemeinden Albrechtsberg, Kirchschlag, Kottes-Purk, Ottenschlag, Sallingberg und Weinzierl am Walde wirksam. 

Nach der Verbandsgründung:

Reinhard Hörth war Leiter des Musikschulverbandes von 1993 bis August 2010. 

Im Jahr 1996 wurden 211 Schüler*innen von 11 Lehrer*innen unterrichtet. Reinhard Hörth hat als Musikschulleiter auf besondere Weise die Musikschule Ottenschlag geprägt und mit seinen umfassenden Kenntnissen über verschiedene Instrumente sehr bereichert.

Paul Lenauer war Bürgermeister der Gemeinde Ottenschlag und wurde als Obmann des Musikschulverbandes gewählt. Er war bis ins Jahr 2000 in dieser Funktion tätig. Ihm folgten Alfred Huber von 2000 bis 2005 und Roman Tiefenbacher von 2005 bis 2010. 

Beate Hörth übernahm die Leitung nach einem erfolgreich absolviertem Hearing im September 2010 und führte den Verband bis ins Jahr 2021. Die Bürgermeisterin von Ottenschlag Frau Christa Jager wurde auch zur Obfrau des Musikschulverbandes gewählt. Sie war in dieser Funktion von 2010 bis 2020 tätig.

Von Mai 2021 bis August 2026 hatte Mathias Hobel die Leitung des Musikschulverbandes. 

Im Schuljahr 2025/2026 wurden 286 Schüler*innen in den Hauptfächern von 14 Lehrer*innen unterrichtet. Weitere 81 Schüler*innen wurden in Kooperationsstunden mit Volksschulen und Mittelschulen unterrichtet. 

Bürgermeister Paul Kirchberger wurde 2020 zum Obmann der Musikschulverbandes gewählt und hatte diese Funktion bis zur Fusion 2026 inne. 

Historie Musikschule Martinsberg

Am 12.Juni 1992 verfasste der Gemeinderat in Martinsberg den Beschluss einer Musikschulgründung.

Vorgespräche mit der Gemeinde Gutenbrunn veranlassten, einen Musikschulverband beider Gemeinden zu beschließen.

Obmann: Bgm. Johann Mistelbauer
MS-Leiterin: Martha Hobel

68 Schüler waren im Gründungsjahr eingeschrieben und wurden von 14 Lehrern (fast alle auf Werkvertragsbasis) unterrichtet.

Es konnte bereits ein breites Spektrum an Instrumenten angeboten werden und zu Weihnachten fand das erste offizielle Konzert statt.

Die MS-Leiterin bedankte sich bei allen verantwortlichen Personen für ihren Einsatz, der es möglich machte, diese für unsere Kinder und Jugendlichen so wichtige Institution zu schaffen.

Die Gemeinde Traunstein hatte eine eigene Musikschule. Als deren Leiter Erich Hackl in Pension ging, trat die Gemeinde Traunstein im Jahre 1999 unserem Verband bei.

Es folgten die Gemeinde Schönbach (2000) und die Gemeinde Grafenschlag (2002).

Seitdem besteht der Musikschulverband aus fünf Gemeinden und kann 2023 auf ein 30jähriges Bestehen zurückblicken.

Derzeit haben wir einen Schülerstand von ca. 200 Kindern und Jugendlichen, welche von 14 MS-Lehrer: innen unterrichtet werden. 

Das stete Interesse an musikalischer Ausbildung zeigt die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieser Musikschule. 

Bei Konzerten, Aufführungen und Wettbewerben sind die tollen Leistungen der jungen Künstler immer wieder zu bewundern.

Der Obmann Bgm. Friedrich Fürst und die Musikschulleiterin Martha Lodi-Hobel sind stets um gute Zusammenarbeit von Gemeinden, Lehrern, Eltern und Schülern bemüht.